Eidgenössische Prüfung für Wanderleiter

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E 4.1 Wanderung

Donnerstag 20. Juni 2019

A. Standartprüfung
4 Wanderprüfung

B. Ziele und Absicht

Der/die KandidatIn zeigt seine Fähigkeiten, alle theoretischen und praktischen Aspekte einer geführten Wanderung zu beherrschen.

C. Bereiche der zu prüfenden Handlungskompetenzen
Die Gesamtheit aller Handlungskompetenzen aus der Charta der Beruflichen Handlungskompetenzen in ihrer Anwendung in der Praxis der Berufsausübung.

D. Rahmenbedingungen

a. Ablauf
Der/die KandidatIn führt eine Wanderung mit seiner Gästen während 3 Stunden.

  • Ein Thema dient als roter Faden
  • Mindestens 3 Arten von Animationen müssen gezeigt werden
  • Es ist Aufgabe der/des KandidatIn, alle Aspekte der Verhältnisse, des Geländes und der Teilnehmer ebenso wie deren Auswirkungen im Auge zu behalten und die entsprechenden Konsequenzen für den Ablauf der Wanderung zu ziehen (zB. 3x3).
  • Der/die KandidatIn stellt den Gästen ein schriftliches Dokument betreffend Einladung/Information mindestens 36 Stunden vor Prüfungsbeginn auf elektronischem Weg zu. Bei Prüfungsbeginn erhalten die Experten dies zusätzlich in Papierform.
  • Der Kandidat steht den Experten unmittelbar nach Rückkehr von der Wanderung zur Verfügung, für Fragen und Problemstellungen die dazu dienen die von den Experten unterwegs während der Wanderung gemachten Beobachtungen zu vervollständigen und zu klären. Ein Moment dieser Diskussion (ungefähr 10 der 30 Minuten) sind der Bestätigung der Sprachkenntnisse in der vom Kandidaten angegebenen 2. Sprache zugeteilt.
  • Die Experten beobachten und nehmen an den verschiedenen Aktivitäten nicht teil.
  • Sie können aus Sicherheits- oder Zeitgründen eingreifen.

b. Dauer
Die Wanderprüfung dauert 3h 30‘ ab dem vorgegebenen Zeitpunkt. Eventuelle Verschiebungen sind inbegriffen. Davon sind 3 Stunden für die eigentliche Prüfungswanderung (von Start bis zur Rückkehr) vorgesehen unmittelbar gefolgt von den 30 ergänzenden Minuten in der Nähe des Rückkehrortes.

c. Ort
Die Einladung gibt 30 Tage vor Prüfungsbeginn den Austragungsort der Prüfung bekannt.
Der Austragungsort ist so festgelegt, dass die Prüfungen bei jedem Wetter durchgeführt werden können.
Die Einladung enthält für jeden Kandidaten Start- und Zielort seiner Wanderung. Falls nur der Startort aufgeführt ist, sind Start- und Zielort identisch.
Die Route wird durch den/die KandidatIn festgelegt.

d. Beurteilung
Die Beurteilung erfolgt gemäss den folgenden Prinzipien:
Der Kandidat erhält Punkte, indem er seine Fähigkeiten in den verschiedenen
Bereichen beruflicher Handlungskompetenzen zeigt.
Alles was Experten nicht sehen oder nicht hören, kann auch keine Punkte geben.
Alles was künstlich oder übertrieben oder in anderer Weise nicht an die
Wanderung angepasst ist, gibt Abzug.
Für die Wanderung und die anschliessende Befragung zusammen gibt es eine einzige Note.
Der Beurteilungsbogen ist ein Arbeitswerkzeug für die Experten. Er erlaubt, eine Note zu erteilen die der Gesamtheit der vom Kandidaten während der Wanderprüfung gebotenen Leistung Rechnung trägt.

e. Zugelassenes Material, Vorgaben
Alles Material, welches die KandidatInnen zum Führen der Wanderung benötigen (im Rahmen ihres Betätigungsfeldes und für jede Witterung).

E. Beurteilungskriterien
Gemäss Beurteilungsbogen hier unten

F. Besonderheit

Gäste:
Mit dem Ziel, die beruflichen Kompetenzen möglichst realitätsnah zeigen zukönnen, läuft die Wanderung mit Gästen ab.
Die Gästegruppe erlaubt dem Kandidaten, die Situation der Führung und der Animation der Gruppe unter reellen Bedingungen zu zeigen.
Der/die KandidatIn bietet mindestens 4 Gäste auf und sorgt dafür, dass diese rechtzeitig vor Ort sind.
Diese Gäste dürfen nicht KandidatInnen der gleichen Prüfungssession sein.
Es empfiehlt sich, «richtige» Gäste aufzubieten, die Arbeit im Gelände wird
dadurch erheblich erleichtert.

G. Logistik, persönliches Material

Die Orte für Start und Ziel finden sich auf dem individuellen Aufgebot. Experten, Kandidaten und seine Gäste treffen sich alle dort.